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Bei kaum einem andern Thema prallen derzeit die kontroversen Meinungen so
aufeinander wie beim Thema "Mobilfunk und Gesundheit".
Während einerseits die Mobilfunkbranche boomt und das Netz der Sendestationen immer
weiter ausgebaut wird, wächst in manchen Teilen der Bevölkerung die Sorge vor der "Mobilfunkstrahlung". Dieses Problem wird sich noch verschärfen, denn zu den vorhandenen 40.000
Sendemasten werden 40.000 weitere hinzukommen.
Was ist dran? Ist Mobilfunk gefährlich oder unproblematisch, zumindest solange die
Grenzwerte eingehalten werden?
Wissenschaftlich bewiesen ist eine Gefährdung bisher nicht. Zwar versuchen Tausende
von Experten auf der ganzen Welt, die Wirkung von elektromagnetischen Strahlungen auf den menschlichen Organismus zu untersuchen doch zur Beruhigung der Bürger tragen diese
Forschungsaktivitäten kaum bei. Denn zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie. Für jeden Wissenschaftler, der Erkenntnisse über eine bestimmte Gesundheitsgefährdung durch Handys und
Mobilfunkmasten veröffentlicht, findet sich mindestens einer, der an der Seriosität der Untersuchung zweifelt und die Ergebnisse für bedenklich hält.
Die Meinungen divergieren hier also stark. Es gibt zwar einerseits noch keine
seriöse wissenschaftliche Untersuchung, die eindeutig eine Gefährdung nachweist, andererseits muss aber auch das Vorsorgeprinzip beachtet werden und auch schon bei einem Verdacht auf eine
mögliche Gefährdung entsprechende Grenzwerte festgelegt werden.
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