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Zur Einleitung: Ich selbst bin kein Mediziner und Wissenschaftler und kann deshalb die Ergebnisse
und die Seriösität der verschiedenen Untersuchungen, die hier im folgenden aufgeführt sind, nicht bewerten. Ich habe deshalb einfach aus verschiedenen Quellen Daten und
Untersuchungsergebnisse zusammengetragen, um die Vielfalt der, in verschiedene Richtungen hinweisenden Ergebnisse aufzuzeigen.
Welche Auswirkungen haben elektromagnetische Felder auf den Menschen?
Wissenschaftlich unumstritten sind die thermischen Effekte. Biologisches
Gewebe absorbiert elektromagnetische Strahlung und erwärmt sich dabei durch die in Schwingung geratenenen Moleküle. Beim telefonieren kommt es zu einer messbaren Erwärmung des biologischen
Gewebes im Kopf durch die hochfrequenten elektromagnetischen Felder. Die Absorption und die Erwärmung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Gewebeart, Frequenz und Größe. Diese Erwärmung
wird in gewissen Grenzen durch die körperlichen Regelmechanismen ausgeglichen und z.B. durch das Blut abgeführt. Eine Erwärmung um etwa ein Grad gilt bei Erwachsenen als unbedenklich. Die
Erwärmung setzt direkt am einzelnen Molekül an. Dies kann zu mikrothermischen Effekten führen,d.h. starke Erwärmung auf mikroskopischer Ebene (hot spots), obwohl die Gesamtleistungsdichte
nicht so hoch ist. Insbesondere bei gepulster Strahlung, wie sie bei GSM und DECT vorkommt, kann die im Puls absorbierte Leistung trotz geringer mittlerer Leistungsdichte hoch sein.
Allerdings ist umstritten, welche Erwärmung unbedenklich und welche
kritisch ist, und auch das Aufziehen einer Pudelmütze oder ein Aufenthalt am Strand von Mallorca verursacht eine Erwärmung des Gewebes in mindestens der gleichen Größenordnung. Am
kritischsten dürfte eine Erwärmung auf jeden Fall am Auge sein, da dort durch die geringe Durchblutung die Wärme schlechter abgeführt werden kann.
Umstrittener sind die athermischen Effekte. Ein Mobiltelefon sendet nicht
kontinuierlich zur Basisstation sondern gepulst in einer Frequenz von 217 Hertz. Und diese gepulste Strahlung steht bei Kritikern besonders im Verdacht problematisch zu sein.
Untersuchungen haben beispielsweise mittlerweile gezeigt, dass es bei
großen Kettenmolekülen zu Anregung von Schwingungen (Wring-Resonanzen) kommen kann. Der Frequenzbereich des Mobilfunks (0,9-1,9MHz) ist ein Bereich, in dem Proteine und DNA angeregt werden
können.
Es gibt auch experimentelle Belege dafür, dass der Calcium-Ionen-Haushalt
von Nervenzellen und Gehirngewebe durch niederfrequente amplitudenmodulierte HF-Felder gestört werden kann. Solche Effekte wurden jedoch nur unter sehr speziellen Bedingungen beobachtet, die
für das Mobilfunksystem irrelevant sind. Auch soll das Immunsystem geschwächt werden.
Kontrollierte Versuche mit menschlichen Probanden deuten darauf hin, dass
die Exposition mit Mobilfunksignalen unterhalb der geltenden Intensitätsgrenzwerte biologische Effekte auslösen, die hinreichend stark sind, das Verhalten zu beeinflussen.
Langzeituntersuchungen hierzu existieren noch nicht.
In verschiedenen Experimenten wurde nachgewiesen, dass die
Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor schädlichen Stoffen im Blut schützt, durch hochfrequente Felder beeinflusst wird, so dass sie durchlässiger wird für Fremdstoffe. Die verschiedenen
Untersuchungen ergaben jedoch kein schlüssiges Bild. Relativ einig ist man sich, dass Störungen oberhalb eines SAR-Wertes von 5 W/kg auftreten, durch die hieraus resultierende Erwärmung. Aber
auch schwächere (insbesondere gepulste) Felder können u.U. eine Wirkung haben. Insgesamt sind die Erkenntnisse hierzu inkonsistent und widersprüchlich.
Desweiteren sollen Änderungen von Gehirnströmen, Schlafmustern und
Befindlichkeit festgestellt worden sein. Andere Untersuchungen ergaben hierbei keine Auffälligkeiten,
Diese biologischen Wirkungen, die in einigen Untersuchungen festgestellt
wurden (und in Untersuchungen anderer Wissenschaftler wiederum nicht nachgewiesen werden konnten) sagen aber noch nicht viel über eine mögliche Gesundheitsgefährdung aus, sondern zunächst
einmal nur, dass überhaupt eine Wirkung festgestellt wurde. Es muss also nun insbesondere untersucht werden, inwieweit die festgestellten biologischen Effekte sich auch auf die menschliche
Gesundheit auswirken.
Untersuchungen, die epidimologisch eine deutlich höhere
Krebswahrscheinlichkeit nachweisen sind mit Skepsis zu betrachten. Da Krebs eine Latenzzeit von vielen Jahren hat und der Mobilfunk erst seit kurzem eine immer stärkere Verbreitung hat sind
epidimologische Untersuchungen bisher (seriöserweise) schlichtweg unmöglich. Frühestens in einigen Jahren dürften hier eine genügend hohe Zahlenbasis vorliegen, wobei dann das Problem
vorliegen wird, dass auf Grund der noch weiteren Verbreitung des Mobilfunks es schwierig sein wird, eine unbelastete Kontrollgruppe zu finden. Untersuchungen. Es lassen sich jedoch u.U.
Studien. die den Einfluss hochfrequenter Strahlung auf den Mobilfunk übertragen. Bei diesen Untersuchungen gab es idR einen Risikofaktor größer 1, d.h. das Krebsrisiko steigt unter dem
Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Wellen. Allerdings wurde bei diesen Versuchen Versuchsmäuse mit einer über 1000fach höheren Dosis bestrahlt, als sie Grenzwerte in Deutschland
erlauben,
Auch wenn die Ergebnisse über die Wirkung auf den Menschen höchst widersprüchlich und umstritten sind, schadet es nichts, gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
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