- Beim Autofahren ist seit 1. Februar 2001 das Telefonieren während des Fahrens und sogar beim
stehen mit laufendem Motor ohne Freisprecheinrichtung verboten. Hier ist also eine Freisprecheinrichtung zwingend nötig. Das Bußgeld beträgt bei Zuwiderhandlungen 30.-
- Sie haben die Hände nicht frei, sie wollen schreiben während des Telefonierens und kriegen einen
steifen Nacken vom zwischen Schulter und Ohr eingeklemmten Telefon.
- Sie sind unterwegs und müssen dauernd telefonieren und es nervt Sie, dass es dauernd heißt: Handy
raus aus der Sakkotasche - Handy rein in die Sakkotasche
Die Lösung ist eine Freisprecheinrichtung.
Bei Freisprecheinrichtungen muss man zwischen 2 Hauptgruppen unterscheiden:
- Freisprecheinrichtungen für das Auto
- mobile Freisprecheinrichtungen
Die erstgenannten gibt es von mehr oder weniger brauchbaren
einfachen Geräten, bis hin zu Profiversionen zum Festeinbau, die aber auch bis zu 500 Euro kosten.
Mobile FSE
Bei den mobilen Systemen gibt es 2 Varianten: Entweder steckt man sich einen
Lautsprecherknopf direkt ins Ohr oder man trägt einen Kopfhörer der mittels einer Bügelkonstruktion an einem Ohr eingehängt wird oder sogar mit Kopfbügel. Meist lässt sich ein Ohrbügel besser
tragen, da der Knopf im Ohr häufig nicht richtig hält, wenn man keine “normgerechten” Ohren hat und dann rausrutscht. Viele mobile FSE verfügen über eine PTT-Taste (Push To Talk), mit
der man direkt ein Gespräch annehmen kann, ohne die entsprechende Taste des Handys zu drücken und (falls es das Handy unterstützt) die Sprachanwahl gestartet werden kann
Preise für mobile FSE liegen zwischen etwa 10.- und 40.- Euro.
Vernünftige FSE gibt es ab etwa 20 Euro.
Eine Erleichterung werden Freisprecheinrichtungen nach dem Bluetoothstandard bringen. Hierbei findet die Verbindung zwischen Handy und Headset nicht per Kabel(salat) statt,
sondern mittels einer Funkverbindung. Die ersten Prototypen gibt es schon. Auf den Markt kommen sie voraussichtlich in 2001.
FSE für das Auto
Als einfachste. aber nicht ideale Freisprecheinrichtung für das Auto kann auch eine mobile
FSE genutzt werden. Das Handy kommt in einen einfachen passiven Halter, an die dann die FSE angestöpselt wird. Sinnvoll ist dies aber nur wenn das Handy über eine
Sprachanwahl verfügt. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man sich die wichtigsten Nummern auf die Kurzwahltasten legen, um ohne große Ablenkung wählen zu können.
Besser ist eine “richtige” Freisprecheinrichtung für das Auto. Es fängt an bei semimobilen
Einrichtungen. Sie werden in den Zigarettenanzünder eingesteckt, eine Halterung, ein Lautsprecher, ein Mikrofon und manchmal sogar eine Antenne sind im Lieferumfang. Die
Preise liegen zwischen ca 100.- und ca. 250.-. Auch hier soll man nur mit Kurzwahltasten arbeiten, da das Wählen von längeren Nummern oder die Suche im Telefonbuch zu sehr
ablenken kann. Leider wird z.B. bei der Siemens portable-FSE (179.- mit Handy-Halterung) die Sprachwahl des Handys nicht genutzt, aber man wird unterwegs sowieso nur wenige
Nummern brauchen, die man problemlos auf die Kurzwahltasten 2-9 legen kann.
Professionelle Freisprecheinrichtungen für den Festeinbau können schon einiges mehr. Sie
werden an die Autolautsprecher angeschlossen, schalten bei einem Anruf das Radio stumm, und verfügen teilweise sogar über nutzerunabhängige Sprachanwahl. Die Kosten
liegen natürlich um einiges höher. Die Hardwarekosten betragen je nach Ausstattung und Komfort ca. 150.- bis 300.-. Hinzukommen Kosten von ca. 150.- für den Einbau, den man
einer Fachwerkstatt überlassen sollte, falls man nicht wirklich firm in Autoelektrik ist.
Das NonPlusUltra, allerdings auch preislich sind fest eingebaute Autotelefone. Ein großer
Vorteil ist, dass sie nicht wie Handys mit 2 Watt sondern mit 8 Watt senden dürfen und somit auch in schlechter versorgten Gebieten, in denen sich ein Handy schon längst
ausgebucht hat, noch Telefongespräche möglich sind. Zur Zeit gibt es allerdings praktisch nur D-Netz-Autotelefone; erst kürzlich hat Motorola ein Dualband-Gerät herausgebracht,
dass es allerdings nur bei Jaguar gibt. Es gibt auch die Kombination mit einem Autoradio, z.B. da Blaupunkt Antares dies allerdings zu Preisen oberhalb 1000.- Euro.
Wenn man ein Autotelefon hat, sollte man eine Twincard bei seinem Provider nehmen, d.h.
in Handy und Autotelefon ist jeweils eine eigeneSim-Card eingelegt und man muss nicht beim Ein- und Aussteigen die Karte aus dem einen Gerät rauspulen und in das andere einlegen.
Antenne
Man soll im Auto auf jeden Fall eine Außenantenne nutzen. Dies kommt der
Verbindungsqualität zu gute und sorgt für weniger Strahlenbelastung im Auto. Auch warnen einige Autohersteller davor, dass u.U. die Autoelektronik negativ beeinflusst werden kann.
Auich hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Die beste, aber auch teuerste Möglichkeit, die man idR nur bei Festeinbauten
nutzen wird, ist eine fest eingebaute Antenne u.U. auch kombiniert mit der Radioantenne.
- eine Scheibenklebeantenne is eine weite Möglichkeit. es gibt sie mit Stummel oder
ganz unauffällig als flaches Teil
- Einen provisorischen Charakter haben Magnetfußantennen oder
Fensterklemmantennen. Sie sind am schnellsten montiert aber man sollte daran, denken, sie beim Parken zu entfernen, sonst hat man hinterher zwei :-)
Geeignete Handys für das Auto
Um problemlos im Auto genutzt werden zu können sollte ein handy einige Punkte erfüllen:
- Großes kontrastreiches Display
Man soll auch bei kurzem Blick auf das Display die Anzeige erkennen können
- Tastatur mit nicht zu kleinen Tasten, die auch gut ertastbar sind
somit ist auch “blind” wählen möglich
- Antennenanschluss
Um aus dem Auto zu telefonieren muss ein Handy ohne externer Antenne mit maximaler Strahlungsleistung arbeiten. Es kommt trotzdem eher zu
Gesprächsabbrüchen und die Strahlenbelastung im Wagen steigt.
Handys die obige Anforderungen gut erfüllen sind unter anderen:
Ericsson R320S, Nokia 6210, Siemens S35i, Philips Xenium, Motorola Timeport 250
bei Handys ohne Antennenbuchse lässt sich die Antenne induktiv anschließen, dies ist
aber natürlich längst nicht so gut, wie bei einem richtigen Antennenanschluss
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