Handy und Organizer/PDA sie wachsen immer mehr zusammen. Während früher ein Handy nur zum Telefonieren taugte und Adressen und Termine im PDA verwaltet wurden, kommen immer mehr Kombigeräte auf den Markt.

Das erste Gerät dieser Art war schon vor Jahren der Nokia Communicator 9000i

Betriebssysteme

Nicht nur Smartphones, also Kombigerät aus Handy und PDA, sondern auch normale Handys werden mehr und mehr zu kleiner Computern. Somit entbrennt ein Wettstreit der Betriebssysteme in der Handy-Welt:

Palm OS: Bei der Entwicklung des PalmOS-Betriebssystems legte Palm Computing besonderen Wert darauf, dass das System möglichst wenig Hardware-Ressourcen benötigt. Kein schlechtes Konzept für PDAs, das aber bei Telekommunikations- Anwendungen an seine Grenzen stößt: So wird der Palm oder Visor bei Produkten wie dem Visorphone zum reinen Bedienteil reduziert. In der weiteren Entwicklung von Palm OS will Palm Computing deshalb von dem schwachen Motorola-Dragonball-Prozessor auf leistungsfähigere Hardware wie den Intel StrongARM umsteigen. Dann werden auch aufwändigere Internet- und Multimedia-Funktionen auf Palm OS möglich.

EPOC: Das bislang vor allem von Psion in seinen PDAs verwendete Betriebssystem EP0C32 werkelt auch im Nokla 9210 Communicator. Bekannt und oft gelobt für seine leistungsfähigen Kommunikationsfunktionen ist EPOC vor allem für Smartphones geeignet. Die Hardware-Anforderungen halten sich in Grenzen - so verwendet Psion bei seinen PDAs den Mittelklasse-Prozessor Intel ARM 710, ähnlich genügsam ist auch das Hardware-Innenleben des NokiaCommunicator aufgebaut.

Windows CE: Das Microsoft-PDA-Betriebssystem läuft auf unterschiedlichen Prozessortypen. So gibt es Pocket-PCs unter Windows CE mit Chips aus der Hitachi- SH3Serie, mit dem MIPS R4000 oder dem Intel StrongARM. Nur der StrongARM-Prozessor bietet aber genügend Rechenleistung für aufwändige Multimedia-Funktionen wie zum Beispiel die Wiedergabe von Videoclips. In der aktuellen Version spielt Windows CE als Betriebssystem für Handys und Smartphones nur eine untergeordnete Rolle - eines der wenigen entsprechend ausgestatteten Geräte ist das Trium Mondo. Ähnlich wie bei der Kombination von PalmPDAs mit Visorphone & Co dient der PDA zum Steuern des angeschlossenen Mobiltelefons. Außerdem kann der PDA das Handy-Teil als Datenmodem nutzen.

Stinger: Im Handy. Markt setzt Microsoft auf sein Betriebssystem Stinger. Dabei handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung die nur wenig mit Windows CE zu tun hat. Um die Hardware-Anforderungen auf Stinger-Handys gering zu halten, werden Multimedia- und Internet-Funktionalität ins Web verlagert. Das Handy dient nur als Client, das diese Features bei Bedarf abruft. So kommt das erste angekündigte Handy mit Stinger- Betriebssystem, das Sendo Z100, mit einem speziellen Handy-Chipsatz von Texas Instruments aus - ein Hochleistungs-Prozessor ist nicht nötig.

Java: Sun entwickelte seine Programmiersprache Java eigentlich fürs Internet - sie soll auf unterschiedlichsten Rechnersystemen dieselbe Programmierumgebung zur Verfügung stellen. Zu diesem Zweck simuliert der Rechner eine  "Virtual Machinet" - also eine Art virtuellen Computer. Da die Leistung von Java skalierbar ist, läuft das Betriebssystem auch auf Handys. Während alltägliche Bedienvorgänge und einfache JavaAnwendungen im Handy-Umfeld nur durchschnittliche Rechenleistung benötigen, reicht die in Java-Handys verfügbare Prozessor-Power für aufwändigere Java-Programme kaum aus. Auch auf die Ausführung von JavaApplets und Javascript-Anwendungen auf Internet-Seiten müssen die Anwender heutiger Java-Handys bis jetzt noch verzichten.

Mailkontakt:

last Update of page: 11.11.2001

animail

info@handy-seiten.de

Author: Wolfgang Scharmer;   last Update of Site:  08.07.2003