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Zunächst gilt es zu überlegen, wofür brauche ich das Mobiltelefon? Wann telefoniere ich vorwiegend,
Wie viel telefoniere ich. Welches Netz nehme ich? Durch die richtige Beantwortung dieser Frage kann man leicht 75 % und mehr sparen oder einige 100% zu viel ausgeben, wenn man einen völlig
falschen Tarif wählt.
So schwanken die Grundgebühren je nach Tarif zwischen 0.-DM und über 80.- DM, die
Minutenpreise (Inland) zwischen 0,15 DM und 1,89 DM je nach Tarif und Tageszeit.
Auch die Prepaid-Tarife, die bis vor kurzem relativ übersichtlich waren, da sich die
Tarife der 4 Anbieter nur in Nuancen unterschieden, erfordern inzwischen mehr Überlegung, da es außer bei Viag Interkom, bei allen Anbietern 2 oder sogar 3 Varianten gibt.
Grundsätzlich kann man zwischen 3 Tariftypen unterscheiden:
Man kann grob sagen, dass die erstgenanten Tarife eine niedrige oder gar keine
Grundgebühr haben, während die letztgenannten Tarife Businesstarife sind, die eine relativ hohe Grundgebühr haben, aber dafür deutlich niedrigere Gesprächsgebühren, so dass ab
einem gewissen Gesprächsvolumen die hohe Grundgebühr kompensiert wird.
Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten: Prepaidkarten oder Laufzeitverträge. Bei Prepaidkarten
bezahlt man die Gespräche im Voraus. Man hat keinerlei Grundgebühren, aber relativ hohe Gesprächsgebühren gegenüber einem Laufzeitvertrag. Bei einem Laufzeitvertrag zahlt man
Grundgebühren und niedrigere Gesprächsgebühren als bei Prepaidkarten. Beim Vertragsabschluss kann man ein hochwertiges Handy zu stark ermäßigtem Preis erwerben
(teilweise mehr als 500.- unter Listenpreis), man bindet sich dann aber für 24 Monate an den Anbieter. Wenn man schon ein Handy hat, zahlen manche Anbieter auch eine
Provision von teilweise bis zu 400, aus oder erlassen die Grundgebühren für einen längeren Zeitraum.
Ein Gesichtspunkt den man auch beachten sollte, wenn man viele Gespräche zu
Mobilnetzen führen will ist: In welchem Netz sind die meisten meiner Freunde/Geschäftspartner? Denn in fast allen Tarifen sind die netzinternen Gespräche
deutlich billiger als die Gespräche in fremde Mobilnetze.
Sollte man sich in der Vorabwägung verschätzt haben, so ist es bei den meisten Anbietern
möglich, den Tarif zu wechseln, meist geht dies kostenlos, manche Anbieter verlangen allerdings eine Bearbeitungsgebühr oder verlängern dann wieder die Vertragslaufzeit auf
24 Monate. Zum Teil ist es sogar möglich, jeden Monat kostenlos den Tarif zu wechseln.
Bei der Wahl eines Tarifs sollte man auch auf die versteckten Gebühren achten. So
scheinen die Tarife mancher Anbieter, insbesondere der Provider, sehr günstig, allerdings sind dann z.B. die Gespräche zu Sondernummern (0180 etc.) besonders teuer, das
Aktivieren der Mailbox kostet extra, die Hotline ist teuer, die Vertragsauflösung wird extra berechnet etc. Auch geben Provider häufig die Tarifsenkungen der Netzanbieter nur mit
Verzögerung oder gar nicht an ihre Kunden weiter.
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