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Juli 2001
Angst vor UMTS-Pleite geht um
Vor kurzem galten die Ausrüster noch als die Gewinner von UMTS. Während die
Lizenznehmer über die hohen Kosten für die Lizenzen stöhnten (50 Mrd Euro in Deutschland, bisher 117 Mrd Euro in ganz Europa), rieben sich die Ausrüster die Hände, weil ein riesiger Markt in
Sicht war für den Aufbau des Mobilfunknetzes der Dritten Generation.
Inzwischen hat sich Ernüchterung breitgemacht. Während die Inhaber der deutschen
UMTS-Lizenzen der Reihe nach und recht zufrieden ihre kostensparenden Kooperationen beim Aufbau des UMTS-Netzes vermelden, bekommen die Ausrüster einen Umsatzrückgang zu spüren. Nach
Schätzungen der WestLB bedeutet dies allein im Jahre 2002 einen Umsatzrückgang um 20% entsprechend 2 Milliarden Euro. Auch in den nächsten Jahren ist kaum mit Steigerungen zu rechnen, da die
Netzbetreiber bei den Investitionen gegenüber den ursprünglichen Planungen sparen. So spart z.B. die Deutsche Telekom von den geplanten 17,6 Mrd Euro durch die Zusammenarbeit mit der British
Telecom rund 5Mrd Euro ein.
Die Netzausrüster. Handyhersteller und Chiphersteller sind Leidtragende dieser
Entwicklung. Nortel, Lucent, Intel, Infineon, Ericsson, Nokia ... sie alle müssen mit Umsatzeinbrüchen und zum Teil sogar herben Verlusten leben.
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